Immer wieder

Ich habe mich schon oft gefragt, was Kühen beim Wiederkäuen nebst dem Gras so durch den Kopf geht. Auch habe ich mich schon mehrmals darüber gewundert, dass Kühe nie in die Ferien fahren. Letztes Wochenende auf einer Wanderung im Friburgerland habe ich die Antworten auf diese Fragen gefunden: 

Auf der Matte steht sie stumm,
kaut auf etwas Gras herum.
Nebel wallen um sie her
und sie träumt vom Mittelmeer.

Ach, wie gerne würd‘ sie mal,
am liebsten mit dem Herrn Gemahl,
in den warmen Süden fliegen
und dort faul am Sandstrand liegen.

Einmal ohne Glocke weiden,
morgens lange liegen bleiben,
mal das Melken sausen lassen
und ihr ganzes Geld verprassen.

Wo, das wär ihr einerlei;
Hauptsach‘ warm und arbeitsfrei.
Capri, Nizza oder so,
schön wärs auch in Monaco.

Denkts und kaut stets feste weiter
langsam wird der Himmel heiter.
Die Kuh schluckt und rupft noch mehr
Gras und träumt vom Mittelmeer.

Weil Traum und Gras im Kopf ihr kreisen,
wird diese Kuh wohl nie verreisen.

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5 Gedanken zu “Immer wieder

  1. Zirpe schreibt:

    Wer nach Christines wunderbarem Gedicht Lust bekommen hat, sich weiter in die geheimen Wünsche einer Kuh einzulesen, dem empfehle ich die „Mama Muh“-Bilderbücher von Jujja Wieslander! Christine, Du musst Mama Muh im Friburgerland begegnet sein, eindeutig!

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