Die Welt im Zelt

Letztes Wochenende war ich mit zwei Freundinnen campen. Die romantische Stimmung auf dem Camping-Platz hat mich irgendwie an Nicoles legendäres Lied vom Frieden erinnert. Mein Lied ist Regina gewidmet, die nicht immer so gut schlafen konnte und die Stimmung auf dem Camping nicht nur als friedlich empfunden hat.

Wie ein Versprechen das Zelten beginnt
von einem Heim im eisigen Wind,
wie eine Mumie, so lieg ich im Sack,
kalt sind die Füss‘ und steif der Nack‘.
Dann ahn‘ ich die Sterne, die über uns sind,
und höre die Jumbos brummen im Wind.
Ich wälz‘ mich als Antwort auf meiner Thermo
und mein Lied, das klingt dann so

Ein bisschen Wärme, ein bisschen Stille
Für dieses Zelt, in dem wir wohnen.
Ein nahes Waschhaus, wenig Mücken
und keinen Regen, das wünsch‘ ich mir.
Ein bisschen Frieden, ohne Monarchen
Und dass die Nachbarn nicht so laut schnarchen.
Ein bisschen Ruhe in der Natur,
dass ich keine Reissverschlüss‘ mehr hör.

Ich weiss, mein Gejammer, das ändert nicht viel.
Ich bin nur ein Mädchen, das sagt, was es fühlt.
Allein bin ich hilflos, eine Mumie im Zelt,
deren Tapfu* die Nacht erhellt.

Ein bisschen Wärme, ein bisschen Stille
Für dieses Zelt, in dem wir wohnen.
Ein nahes Waschhaus, wenig Mücken
und keinen Regen, das wünsch‘ ich mir.
Ein bisschen Frieden, ohne Monarchen
Und dass die Nachbarn nicht so laut schnarchen.
Ein bisschen Ruhe in der Natur,
dass ich keine Reissverschlüss‘ mehr hör.

Sing mit mir ein kleines Lied,
dass mein Zelt in Ruhe steht.

*Tapfu: Schweizerdeutsche Abkürzung für Taschenpfunzel, was so viel bedeutet wie Taschenlampe

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